Einsam

10 Dinge, die Einsamkeit schnell vertreiben

Ich sitze in der Metro in Paris und schaue mich neugierig um. Mit Erschrecken stelle ich fest, dass um mich herum fast jeder in sein Handy schaut.

KRASS!

Beinahe wie Zuhause, wo ich dieses Phänomen häufig beobachte. Die Menschen vertiefen sich zunehmend mehr in die virtuelle Welt. Die Folgen sind schleichend, aber drastisch: Einsamkeit und Isolation.

Soziale Medien

Jeder ist nicht nur auf Knopfdruck erreichbar, sondern erreicht auch viele, mehr als im realen Leben. Viele virtuelle „Freunde“ in wenigen Sekunden. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr dies mit der Wirklichkeit gleichzusetzen.

Menschen brauchen Menschen

Wir sind soziale Wesen und nicht zum dauerhaften Alleinsein gemacht. Schleicht sich dieses Gefühl chronisch in den Alltag ein, dann fühlen sich viele einsam und ausgegrenzt. Sie spüren eine innere Leere und keine Verbindung zu sich und anderen, auch wenn viele Menschen um sie herum sind. 

Einsamkeit, ein Tabuthema

Viele geben nicht zu, dass sie sich unglücklich und unwohl fühlen. Sie verstecken sich hinter Lachen und freundlicher Zuwendung und lenken von sich ab. Robin Williams, als prominentes Beispiel, trat immer humorvoll und lustig auf. Eine Maske, die lange Zeit funktionierte, doch dahinter sah es ganz anders aus.  

Typische Meinungen – echte Situationen

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Startschuss meiner inneren Reise „Das Café am Rande der Welt“

„Sie haben sich aus den Augen verloren.“

„Autsch“, das tat weh
Dieser Satz eines Seminarleiters bohrte sich wie Harakiri in meine Eingeweide, denn er sprach die reine Wahrheit. Ich blickte auf ein Leben zurück, das geprägt war von Enge und Freiheit, Freiheit und Enge. Keines von beiden konnte ich richtig leben.

Ich befreite mich, wenn es zu eng war und wenn es zu frei war, wünschte ich mir mehr Enge, sowohl beruflich als auch privat.

Meine Faszination

Von je her faszinierte mich das menschliche Denken und Verhalten. Um mehr zu erfahren durchlief ich viele psychologische Ausbildungen und besuchte Seminare.
Und natürlich wollte ich das mit einer Selbstständigkeit in die Welt tragen, jedoch scheiterten die  ersten Versuche kläglich. Auch der zweite Anlauf ins eigene Business, diesmal mit meinem damaligen Partner, war nicht von Glück gesegnet. Mittlerweile war ich weit über 50.

Mein Start ins neue Leben

Die Kehrtwende kam, als mir das Buch „Das Café am Rande der Welt“ (dtv-Verlag) in die Hände fiel. Allem voran durch die Frage, ob ich ein erfülltes Leben führen würde, trieb mich an mein  Leben endlich zu ändern, auch wenn ich noch im Nebel stocherte.

Seminare in Österreich

Ich nahm am Intro- und Discoveryseminar in Österreich teil und hoffte endlich eine konkrete Anleitung für meine prekäre Situation zu erhalten. Stattdessen bekam ich eine schonungslose Draufsicht auf mein Denken und Verhalten und lernte mehr über mich als mir lieb war.

Raum zum Sein erhalten

Durch die liebevolle, aber beharrliche Begleitung der Reisebegleiter wurde ich nicht nur an meine  Werte geführt, sondern erhielt vor allem Zugang zu meinen Gefühlen, die in meinem getakteten Alltag gar keine Daseinsberechtigung hatten. Ich erhielt den Raum einfach ich zu sein und nicht, wie sonst darauf getrimmt, zu funktionieren.

Wir saßen alle im gleichen Boot

Meine Glaubenssätze und Widerstände deckelten all meine brachliegenden Talente und Fähigkeiten, die keine Chance hatten gelebt zu werden.
Wir waren alle hungrig nach Veränderung. Die Energie war hoch und die Motivation Neues zuzulassen unermesslich.

Der Alltag war wieder da

Zuhause im alten Energiefeld wusste ich, dass nur ich allein etwas verändern konnte. Wieder ging alles hin und her, hatte ich Angst auszusteigen aus dem Trott. Meine innere Stimme klopfte zwar immer wieder an, doch mit zunehmendem Alter war ich zu feige und zu träge zu reagieren.  

Umzug in die alte Wahlheimat

Doch ich fasste schließlich einen festen Entschluss, trennte mich und zog um in meine Wahlheimat ins Berchtesgadener Land. Oh ja, erst mal meine gewonnene Freiheit genießen und dann ein Herzensbusiness aufzubauen.

Jetzt ging die Reise zu mir erst richtig los

Denn das gestaltete sich nicht so einfach, wie ich es mir erhofft hatte. Und meine Wankelmütig-keit kam zurück. So wollte ich beruflich zwar gesehen werden, hatte aber zugleich Angst gesehen zu werden. Ich wollte gehört werden und hatte gleichzeitig Angst gehört zu werden. Ich wollte Menschen helfen und wusste nicht wie ich helfen sollte.

Meine Schwäche wurde meine Stärke

Ich holte mir Hilfe. Doch es war ein Pseudoentschluss, denn mein Ego spielte mir einen Streich. Im Grunde wusste ich doch schon so viel und konnte sowieso alles viel besser, hatte ich ja viele Ausbildungen durchlaufen.  

Meine alten Ängste hatten mich wieder im Griff

Ich wollte endlich machen, was mich erfüllte, nämlich Menschen zu inspirieren. Doch dazu war ich gar nicht in meiner Kraft. Meine Zweifel und Ängste hielten mich in Schach: „Das war doch nichts Vernünftiges.“ So hatte ich es gelernt. Wie schon so oft, fühlte ich mich als hoffnungslosen Fall, der nichts auf die Reihe bekam. Im Außen zeigte ich das nicht. So arbeitete ich wieder in einem Job, der außer, um meine Rechnungen bezahlen zu können, nicht sinnstiftend war.  

Ich wollte die absolute Kontrolle

Doch ich hatte nichts im Griff und das war auch das Einzige, was ich im Griff hatte.

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Älterwerden

Sich wichtig nehmen und sein Älterwerden genießen

Seit gestern bin ich 61 Jahre alt. Einerseits bin ich sehr dankbar, es bis hierher gesund erreicht zu haben, andererseits hat mir der Beginn dieses Lebensjahrzehnts sehr viel mehr zu schaffen gemacht, als ich dachte. Denn mit dem 60 zigsten hatte ich das erste Mal das Gefühl zu alt zu sein für alles und jeden, denn ich wollte beruflich nochmal durchstarten. 

Schmerz vermeiden

Und diesen tiefen Schmerz wollte ich so schnell als möglich vermeiden mit einem lukrativen Business, nämlich Frauen in der 2. Lebenshälfte ermutigen aus ihrem Trott auszusteigen und ihr Heute mehr zu genießen.

Und dazu hatte ich im letzten Jahr einige Onlinekurse gebucht, um eine gute Hilfe zu sein. Doch mein Tun würdigte ich nicht, denn tief in mir war ich nach wie vor nichts wert. Ein Glaubenssatz, der mich immer wieder heimsucht.

All das funktioniert auf Knopfdruck

Hat sich etwas bewegt oder erliege ich meinen Selbstzweifeln nach wie vor? Ich rede nicht viel über mich und lenke schnell von mir ab und habe Angst mich zu zeigen.

Es ist so irrational. So verurteile ich mich eher selbst und möchte, dass es dem anderen gut geht, wenn nicht noch besser. Aber gleichzeitig möchte ich auch, dass es mir gut geht.

Was ist seit meinem letzten Geburtstag passiert?

Als ich 60 wurde, hatte ich innerlich das Gefühl von Oh Gott, jetzt ist es soweit, jetzt bist du alt. Alt im Sinne keine anerkannte Leistung mehr zu erbringen, nicht mehr gebraucht zu werden und einfach unattraktiv für Menschen zu sein.

 

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